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DAS ist Yoga von Rixa Kroehl: Buchvorstellung

 Das ist Yoga

DAS ist Yoga – Rixa Regina Kroehl

Das Buch DAS ist Yoga ist eigentlich per Zufall zu mir gekommen, aber ich bin sehr dankbar dafür! Ich weiß, dass ich damit das Fazit vorwegnehme, aber es ist tatsächlich so: dieses Buch hat mich zu meinem Yoga zurück gebracht!

Die Einführung in DAS ist Yoga

Das Buch beginnt mit einer Einführung, in der die Autorin u.a. erläutert worum es im Yoga eigentlich ging. Nicht um „Rumgeturne“, sondern um mehr. So verstanden es auf jeden Fall auch die modernen Gründerväter des Yoga: neben Krishnamacharya Patthabi Jois, B.K.S. Iyengar und T.K.V. Desikachar. heutzutage geraten die meisten Aspekte des Yoga immer mehr in den Hintergrund und alle werden über einen Kamm geschoren. Die Autorin sagt:

Yoga gibt Ihnen alles, wenn es IHR Yoga ist.

Das ist die Kernaussage, die sich durch das ganze Buch zieht:

Machen Sie Yoga zu Ihrem Yoga. Respektieren Sie Ihre Besonderheiten, respektieren Sie Ihre Grenzen.

Die 8 Schritte in DAS ist Yoga

Rixa Regina Kroehl definiert 8 Schritte (passend zu den 8 Beinen oder Pfaden des Yoga) auf dem Weg zu einer eigenen, individuellen Yogapraxis. Diese sind:

  1. Spür das Leben! Der erste Schritt beginnt mit der Wahrnehmung, dem Spüren und Fühlen was ist. Sie sagt, dass Achtsamkeit ein schwieriger Begriff sei, weil die meisten gar nichts damit anzufangen wissen. Wahrnehmen und spüren kann aber Jeder. Die meisten haben es nur verlernt, bzw. wollen nichts sensorisch wahrnehmen. Es kommt also im Yoga nicht darauf an wie die Pose aussieht, sondern was und wie viel man dabei spürt!
  2. Sei die Ruhe selbst! Viele Menschen sind gestresst, es gehört quasi zum Lifestyle dazu. Wichtig sind aber Ruhepausen, auftanken, spüren (1. Schritt) und atmen. Der Atem ist der Schlüssel zu fast allem, wer falsch atmet kann alleine dadurch schon gestresst oder ängstlich werden. Die Übung die Rixa Kroehl empfiehlt ist Kumbhaka, die bewusste Atempause. Es geht nicht um minutenlanges Luftanhalten, wir wollen ja keine Apnoetaucher, sondern Yogis sein. Eine kurze Pause jedoch von anfangs einer einzigen Sekunden zwischen Ein- und Ausatmen und anders herum ist der Schlüssel um augenblicklich ruhiger zu werden.
  3. Befreie dich! In diesem Schritt geht es um das Loslassen, um das Nicht-Vergleichen. Ehrgeiz ist im Yoga total fehl am Platz und doch haben wir ihn fast alle. Dummerweise verkrampft man dabei. Was auch wieder falsch im Yoga ist. Die Autorin empfiehlt eine Asana, um das Loslassen zu lernen und zu üben: die Sitzende Vorbeuge (Paschimottanasana). Viele Menschen versuchen hier krampfhaft weiter „runter“ zu kommen, die Nase ans Knie oder noch weiter. Darum geht es aber ja nicht, sondern um Spüren, Atmen, Loslassen. Eine wunderbare Übung, ich sehe dieses Asana seitdem mit anderen Augen, kein Scherz!
  4. Sei gut zu dir! Hört sich so simpel an, die Mehrheit der Menschen ist aber nicht gut zu sich selbst. Wir verleugnen unsere Bedürfnisse, es ist nie gut genug, wir pushen uns immer weiter und werden immer unzufriedener. Wir haben so irre Glaubenssätze, die uns nicht einmal bewusst sind und die uns verbieten gut zu uns selbst zu sein. Diese Spirale gilt es zu durchbrechen. Das Asana dafür ist die Seitliche Planke (Vasisthasana), weil man hier üben kann nett zu sich zu sein. Man hat vielleicht nicht genug Kraft, man ist verspannt, die Füße rutschen weg und tun weh….nicht vergleichen, sich nicht selber fertig machen in Gedanken, sondern auch hier: Spüren, Atmen, zu sich selbst gut sein. Das ist der Weg.
  5. Wechsle deine Perspektive! Wir erschaffen uns unsere Welt selber indem wir sie denken und fühlen. Man steht im Stau und regt sich auf? Selbsterschaffenes Leid, wir könnten es auch anders betrachten. Es gibt die Geschichte von KZ Überlebenden, die von Menschen berichten, die im Lager anderen ihr letztes Stück Brot gaben. Diesen Menschen konnte man alles nehmen, bis auf diese letzte Freiheit seine Haltung in jeder Situation selbst wählen zu können. Klingt krass? Ja, aber es ist wahr. Ich kann entscheiden glücklich zu sein, obwohl es regnet oder ich im Stau stehe. Die Asana um Freiheit zu üben ist das Kamel (Ustrasana). In diesem Asana bekommt man im Wörtlichen Sinn eine andere Perspektive, aber auch im übertragenen Sinn können wir die Dinge anders betrachten. Wieder gilt: Spüren, Atmen, Annehmen und ganz bewußt eine positive Haltung annehmen. Seitdem ich das Buch gelesen habe ist das Kamel, mit dem ich immer gekämpft habe auf einmal ganz anders, auch wenn ich nicht weiter nach unten komme als vorher!
  6. Freu dich! Oft genug stöhnen wir bei der kleinsten Herausforderung, wir sind gestresst und haben keine Lust. Das kann man ganz bewusst ändern! Wie oft praktizieren wir Yoga und sind verbissen in unseren Kiefer? Na, ertappt? Wir sollten aber lächeln, schließlich praktizieren wir Yoga! Das kann man auch übertragen auf das Leben an sich: wir könnten eine innere Freude kultivieren und wer lächelt fühlt sich sofort wohler und glücklicher, probiert es aus! Und da man nur sich selbst ändern kann: einfach lächeln, andere anlächeln, vielleicht lächelt dann auch der ein oder andere Miesepeter zurück!
  7. Hab Vertrauen! Wer sich selbst vertraut, den haut so schnell nichts um. Natürlich hat jeder Mensch Ängste, aber man kann sich nicht gegen alles absichern, man muss auch einfach mal auf seine Fähigkeit vertrauen mit dem Leben fertig zu werden. Viele Menschen trauen sich aber nichts oder zu wenig zu. Und hier kommt meine persönliche Angst-Asana: der Handstand (Adho Mukha Vrksasana). Ich hatte immer Angst davor, weil ich mir das nicht zugetraut habe, ohne zu wissen warum eigentlich. Mittlerweile übe ich jeden Tag und es ich merke, dass die Angst verschwindet und die Zuversicht kommt, dass ich es eines Tages auch schaffe und zwar ohne Wand. Ich stärke so mein Selbstvertrauen und das bringt mich zum letzten Schritt.
  8. Mich wirft nichts um! Das Geheimnis dieses letzten Schrittes lautet: Was den Körper standhaft macht, macht auch den Geist widerstandsfähig und so ist es. Ich stehe fest in der Berghaltung (Tadasana) und kann es spüren. Diese Kraft und Verbundenheit kann man mit in den Alltag nehmen, das Stehvermögen mit in den Job oder die Beziehungen nehmen und das alles nur durch Yoga.

Das Buch schließt damit alle Erkenntnisse aus dem Yoga mitzunehmen, das Leben „da Draußen“ ist Yoga, immer und überall.

Das echte Leben kommt nicht per Postbote oder Gehaltsscheck. Es ist nicht da draußen, es existiert überhaupt nicht, sondern es kann nur entstehen. Es entsteht, sobald Sie Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit auf etwas richten. Irgendetwas. Dann erblüht aus einem Sandkorn ein ganzes Universum.

Rixa Regina Kroehl

Mein Fazit:

lesen, unbedingt lesen! Für mich war dieses eigentlich simple Prinzip noch einmal ein Augenöffner und hat erstens meine Praxis enorm vertieft, weil ich jetzt MEIN Yoga praktiziere und zweitens, weil ich spüre, dass mich das außerhalb meiner Matte enorm stärkt.

Namaste!

Rixa Regina Kroehl
DAS ist Yoga

Gestaltung: Barbara Knebel
14,0 x 21,0 cm, ca. 240 Seiten
Klappenbroschur, mit A3-Poster

€ 24,-
ISBN 978-3-87800-070-9

Erschienen im Südverlag, www.suedverlag.de
Auch als E-Book erhältlich

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1 Kommentar

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  1. The 8 steps to bliss with yoga: introduction - thisismyyoga.com on 3. Mai 2015 at 18:12

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